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Berichte über Veranstaltungen
(siehe auch bei den einzelnen Hegeringen)



April 2012

 

Hauptversammlung und Hegeschau am 14./15.4.2012

Kreisjägermeister Werner Stark begrüßte zahlreiche Jäger, Jägerinnen und Gäste zur Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung Backnang in der Gemeindehalle Sulzbach/Murr.

 


Der Mensch ist ein Jäger, Sammler und Läufer. Er selbst, so Gastredner Gernot Gruber, MdL, zähle sich zu den Läufern, gelegentlich zu den Sammlern. Mit den Jägern gemein sei ihm die Liebe zum Wald, zur Natur.
Er schätze den Einsatz der Jäger für die Gesellschaft und appellierte an die Anwesenden, ihr Wissen und ihre Erfahrung in sachliche Diskussionen einzubringen. Die Sicherheit stehe im Umgang mit Waffen an erster Stelle. Doch man dürfe hierbei die Jäger nicht in ein falsches Licht stellen, sondern müsse beachten, dass sie die Waffen für die Ausübung der Jagd brauchen.
Hege müsse über Reviergrenzen hinaus gehen.

 

 

Frau Karsten, vom Ordnungsamt des Rems-Murr-Kreises, referierte über Besonderheiten im Zusammenhang mit der Waffenaufbewahrung.

Hier gebe es bei den Jägern weit weniger Beanstandungen als im Durchschnitt. Für die Kontrollen würden derzeit noch keine Gebühren erhoben. Dies könne sich jedoch ändern. Werden Mängel festgestellt, sei auf jeden Fall eine Gebühr in Höhe von 150.-- € zu bezahlen.

 

 

 

 

Ein sehr gutes Verhältnis zeichnet das Verhältnis zwischen der KJV und dem Forst aus. Forstdirektor Martin Röhrs nannte exemplarisch die Zusammenarbeit beim „Tag des Waldes“ oder beim „Eschelhoffest“. Gemeinsam könne man die Bedeutung von Wald und Wild der Bevölkerung nachhaltig vermitteln.

Derzeit werde das forstliche Gutachten erstellt, welches als Grundlage für die Abschussplanung dient. Diese wird im Rahmen des Pilotprojekts ROBA im Rems-Murr-Kreis unbürokratisch geregelt. Absprachen zwischen Pächter und Jagdgenossenschaft ersetzen hier behördliche Vorgaben.

 

Die Ehrung der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder begleiteten die Jagdhornbläser mit den Signalen „Jagd vorbei“ und „Halali“. KJM Stark berichtete, dass die Jagdstrecke des Jagdjahres 2011/2012 im Altkreis Backnang deutlich geringer ausgefallen sei als im Vorjahr. Dieser Trend bestätige sich landesweit. Die gemeinsamen, revierübergreifenden Drückjagden bzw. Regiejagden mit dem Forst sollten unbedingt weiterhin durchgeführt werden. Es müsse das maximal Mögliche getan werden, um der steigenden Population des Schwarzwilds Einhalt zu gebieten. Im vergangenen Jagdjahr wurden ihm Schwarzwildschäden in Höhe von 16.245.-- € gemeldet. Diese waren den Grundeigentümern durch die betroffenen Jagdpächter zu ersetzen.
KJM Stark bedankte sich bei allen Aktiven, ohne deren unermüdliches Wirken die Jägervereinigung Backnang nicht die ihr eigene, hohe Attraktivität, hätte.
Ein spezielles Dankeschön ging an Hegeringleiter Uwe Birkendorff, seinen Stellvertreter Axel Kalmbach, die Jagdhornbläser, die Jungjäger und alle Helfer für die Organisation dieser Veranstaltung und die Gestaltung des Dioramas mit heimischen Wildtieren und Pflanzen. Geehrt wurden Beisitzer Eckhard Kittel, stv. HRL Dieter Hintersehr, stv. Schießobmann Hans-Peter Andrä und Ausbilder Dr. Lutz Plasa, die ihre jeweilige Tätigkeit beendeten. Weiterhin Schriftführer Reiner Eblen für die Organisation des Jägerfestes „Wild, Wald und Hof“ sowie Uwe Birkendorff und Hans Werle für die Gestaltung der Historischen Ausstellung im Schloss Lautereck und Konrad Dolderer für sein Engagement bei Jungjägerausbildung und Kooperation mit dem Eschelhof. Neu im Team begrüßte Stark Frau Dr. Eva Sailer, die künftig in der Jägerschule unterrichten wird.


Die Treuenadel in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft in der KJV verlieh Stark an Willi Scholl aus Backnang und Armin Schweizer aus Murrhardt. Ebenfalls mit Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Armin Bäuerle, Gerhard Herkert, Gisela Klug-Sanzenbacher, Werner Krauter und Ulrich Mulfinger ausgezeichnet. Die silberne Treuenadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Blattert, Peter Braun, Konrad Dolderer und Bernhard Kraus.

 

Fritz Ebinger wurde als Leiter der Backnanger Jagdhornbläsergruppe geehrt, der er nun bereits seit 15 Jahren vorsteht. Die 26 Bläser, darunter sechs Frauen, haben sich in dieser Zeit zu hochgeschätzten Repräsentanten der KJV entwickelt.

Über 40 mal ertönten im vergangenen Jahr die B- und ES-Hörner bei Geburtstagen, Altenmittagen, beim Tag des Waldes, vielen anderen Anlässen und natürlich bei den Veranstaltungen der KJV, dazu kommen 70 Übungsabende. So wurden auch diese Hauptversammlung und die Hegeschau von den imposanten Klängen der Jagdhörner begleitet.

 

Stellv. KJM Konrad Dolderer überreichte den Teilnehmern des vergangenen Jungjägerlehrgangs ihre Jägerbriefe. Alle elf hatten das „grüne Abitur“ auf Anhieb bestanden. Ein schöner Erfolg auch für das Ausbilderteam der Backnanger Jägerschule und ihren Leiter Dolderer. Er freute sich besonders darüber, dass auch seine Ehefrau Vroni nun zu den Jungjägern gehört.

Eberhard Falk, Obmann für das Jagdhundwesen, konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. In Kooperation mit der KJV WN bietet die Jagdgebrauchshundegruppe Kurse für die verschiedenen Jagdhunderassen an. Dazu gehören Welpenfrüherziehung zur Förderung jagdlicher Anlagen und sozialem Verhalten, Vorbereitung auf die Anlagen- u. Verbandsgebrauchsprüfungen sowie die Begleithundeprüfung. Vom Erfolg der sozialen Prägung konnten sich am Sonntag Mittag die Besucher der Hegeschau überzeugen. Zahlreiche Jagdhunde unterschiedlicher Rassen vom Teckel und Terrier über Vorsteh- und Stöberhunde bis zu den Schweißhunden wurden nahe der Stadthalle präsentiert. Letztere verdanken ihren Namen dem Begriff „Wildschweiss“, so wird in der Jägersprache das ausgetretene Blut jagdbarer Tiere genannt. Zwei Schwarzwälder Schweißhunde und ein Kopov hatten mit ihren Nachsucheführern der KJV Backnang im vergangenen Jahr 115 Einsätze. Die qualifizierten, hochmotivierten Teams werden geholt, wenn ein Schuss nicht zum sofortigen Tod des Wildes führt oder ein Unfallopfer gesucht werden muss.

Jugendobfrau Julia Hönig stellte ihren „Lernort Natur“ Anhänger vor. Die aktive junge Jägerin war im vergangenen Jahr regelmäßig in Kindergärten, Schulen und bei Spielgruppen zu Gast. Im neuen Anhänger finden nun all die Präparate heimischer Wildtiere, Streichelfelle und anderes Material einen geschützten Platz. Viele auf der Hegeschau ausgestellte Fotos zeigten, mit welch großer Begeisterung Kinder und Erwachsene die zahlreichen Facetten von Natur und Jagd erkundeten.

Biotopobmann Dr. Lutz Plasa berichtete über die Arbeit des vergangen Jahres und bot seine fachliche Unterstützung bei Biotopverbesserungen und der Anlage von Äsungsflächen an.

Schießobmann Wolfgang Kara blickte auf über 50 Übungstage und dreizehn Arbeitseinsätze zum Betrieb der Anlage zurück. Kara überreichte Jan Schmidt die Ehrenscheibe vom Frühjahrsschießen. Der begehrte Wanderpokal ging dieses Jahr an den Hegering Murrhardt. Hans-Peter Andrä beendete aus beruflichen Gründen seine Tätigkeit als stellvertretender Schießobmann. Als sein Nachfolger wurde einstimmig Alexander Lieb gewählt. (Bericht u. Fotos Frühjahrsschießen s. Schiesswesen)

 

Dem Kassenbericht des Schatzmeisters Harald Penning folgte die Entlastung durch die Kassenprüfer Erich Beck und Manfred Föll, die Penning eine vorbildliche und sparsame Kassenführung bestätigten.
Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte ebenso einstimmig und mit dem Wunsch Beck’s, diese kompetente und erfolgreiche Mannschaft möge der KJV noch lange erhalten bleiben.

li. Erich Beck

 




April 2011

Hauptversammlung 2011mit Hegeschau
am 9. und 10.4.2011

Kreisjägermeister Werner Stark begrüßte herzlich Mitglieder und Gäste der Kreisjägervereinigung Backnang zur Hauptversammlung in der Gemeindehalle Althütte. Aktuelle Themen waren die Schwarzwildbejagung, Ehrung verdienter Mitglieder und Übergabe der Jägerbriefe an die Jungjäger des vergangenen Jahres.

Landtagsabgeordneter Wilfried Klenk war auch in diesem Jahr der Einladung der Jäger gerne gefolgt. In seinem Grußwort betonte er, dass seine grüne Krawatte ein Zeichen dieser Verbundenheit und nicht etwa einer neuen politischen Ausrichtung sei. Er stehe dafür ein, dass im Landtag auch künftig das bewährte System der Wechselbeziehung „Wild und Wald“ Beachtung finde. Klenk nahm zur Umsetzung des Waffenrechts klar Stellung: „Jäger sind in Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben darauf angewiesen, dass ihnen der Zugriff auf ihreWaffen jederzeit problemlos möglich ist“. Eine zentrale Aufbewahrung lehnt er daher ab.

 

Reinhold Haag (Bild links), Vertreter des Bauernverbands Rems-Murr und Forstdirektor Martin Röhrs vom Landratsamt Rems-Murr äußerten sich sehr positiv zum Projekt „RobA“.
Ziel des Konzepts ist, den behördlichen Abschußplan durch eine freie Vereinbarung zwischen den Jagdrechtsinhabern (staatl. oder priv. Verpächter) und den Jägern zu ersetzen.

 

Eine Basis hierfür bilde weiterhin das forstliche Gutachten. Das Programm fördere den Kontakt zwischen Landwirten und Jägern und trage so nicht nur zur Entbürokratisierung sondern auch zu einem verständnisvolleren, zielgerichteten Umgang miteinander bei. Dieser intensivere Kontakt sollte auch auf die Schwarzwildbejagung übertragen werden.

Forstdirektor Röhrs (Bild links) lobte den guten Kontakt mit den Jägervereinigungen Waiblingen und Backnang. Diese Zusammenarbeit fördere die Kontrolle und und Gesunderhaltung unserer Wildpopulation, vermeide Schäden und trage schließlich dazu bei, dass hier ein hervorragendes Nahrungsmittel produziert werde.

KJM Stark forderte alle Beteiligten auf, sich in die Verantwortung einzubinden. Bislang bleibt der Schaden an landwirtschaftlich genutzten Flächen allein an den Jägern hängen. Ziel wäre eine Wildschadenausgleichkasse, die von Jägern und Jagdgenossenschaften unter Einbeziehung der Bauern gemeinsam getragen wird. Im Jagdjahr 2010/2011 wurden in der KJV Backnang Schäden durch Schwarzwild in Höhe von knapp 24.000.-- € angemeldet. Dies, obwohl sich die Jagdstrecke beim Schwarzwild durch konsequente Bejagung von 261 auf 452 Tiere erhöhte.

Auch Bürgermeister Reinhold Sczuka betrachtet den wirtschaftlichen Schaden durch Schwarzwild in den letzten Jahren mit Sorge. Gemeinsame Jagden seien notwendig um nicht noch mehr Probleme zu bekommen. Dabei funktioniere die Vermarktung des Wildbrets im Raum Althütte hervorragend. So wurde der Landgasthof „Schöne Aussicht“ in Althütte-Lutzenberg für die Verwendung heimischen Wildbrets vom Landesjagdverband ausgezeichnet.

Küchenchef Hans-Peter Haug und sein Team versorgten auch die Gäste der Hauptversammlung mit gutbürgerlichen schmackhaften Gerichten.

Zwölf Jungjägerinnen und Jungjägern, die den letzten Kurs der Jägerschule Backnang erfolgreich absolviert hatten, wurden die Jägerbriefe verliehen. Bevor sie die Urkunden in Empfang nehmen durften, wurden sie vom stellvertretenden KJM Konrad Dolderer in einer feierlichen Zeremonie „zum Jäger geschlagen“. Das Auflegen des Hirschfängers ist ein althergebrachter Ritus und verpflichtet die in die Gemeinschaft Aufgenommenen der waidgerechten, verantwortungsbewussten Jagausübung.


Eberhard Falk, Obmann für das Jagdhundewesen, berichtete über die gemeinsam mit der KJV Waiblingen durchgeführten Lehrgänge.
Hier wird vom Welpenkurs über Vorbereitungskurse zu jagdlichen Brauchbarkeitsprüfungen bis zur Ausbildung in speziellen Einsatzgebieten, wie der Baujagd sehr viel geboten.
Ein wichtiger Bestandteil im Hinblick auf waidgerechte und tierschutzkonforme Jagd sind auch die in der KJV etablierten Nachsuchengespanne.

Jugendobfrau Julia Hönig und Biotopobmann Dr. Lutz Plasa stellten Ihre Arbeit aus dem vergangenen Jahr vor und boten tatkräftige Unterstützung für geplante Aktionen an.


Die charmante Jugendobfrau bringt nicht nur Kindern Wild und Natur näher sondern gibt ihr Wissen gern auch an Jäger weiter, die selbst Aktionen wie z.B. einen Erlebnispfad für Kindergartenkinder planen.

Anegungen für Spiele, Präparate und informative Broschüren sind bei ihr erhältlich.

 

 


Biologe Dr. Plasa berichtete über eine von privater Seite veranlasste Untersuchung zu eventuellen Wildkatzenvorkommen im Raum Althütte. Grundsätzlich sollten ihm solche Beobachtungen gemeldet werden um von Anfang an die Wildforschungsstelle einzubinden. Nur so könnten wichtige Erkenntnisse auch wissenschaftlich genutzt werden.

 

Die 27 Jagdhornbläser, darunter sechs Frauen, können auf ein abwechslungsreiches Jahr zurückblicken. Obmann Fritz Ebinger zählte über 140 Auftritte und Übungsabende. Lohn war denn auch das sehr gute Abschneiden beim Landesbläsertag in Emmendingen.

Die Jagdhornbläser sind fraglos ein Aushängeschild der KJV und werden gerne zu Feiern ob im Wengerterschützenhäusle oder zum Gottesdienst eingeladen.



Schießobmann Wolfgang Kara kündigte an, dieses Jahr wieder ein Drückjagdseminar anzubieten um die Mitglieder auf die Schwarzwildjagd optimal vorzubereiten. Die dazu notwendigen technischen Voraussetzungen auf dem Schießstand in Allmersbach am Weinberg seien unter tatkräftiger Mithilfe von Kruno Kratovil geschaffen worden. Kara überreichte den Hegeringpokal an den HR Sulzbach, der mit Abstand das beste Ergebnis beim Frühjahrsschießen erreicht hatte. Die Ehrenscheibe ging für den besten Schuß an Artur Melzer aus Oppenweiler.

Schatzmeister Harald Penning erläuterte die Abrechnung für das vergangene und die Planung für das kommende Wirtschaftsjahr.

Ihm wurde von den Kassenprüfern Erich Beck und Manfred Föll eine solide Finanzpolitik attestiert. Kassierer und Vorstandschaft wurden nach Antrag von Erich Beck einstimmig entlastet.

 

 


Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der KJV erhielten die Treuenadel in Gold: Albert Bofinger und Christian Karpf, beide Murrhardt; Mathias Lehnert aus Oppenweiler und Ehrenkreisjägermeister Walter Schmitt aus Backnang, der 37 Jahre als Lehrgangsleiter und Ausbilder in der Jagdschule der KJV Backnang die hiesigen Jäger prägte und 15 Jahre als Kreisjägermeister die KJV hervorragend führte.

Für 40 jährige Zugehörigkeit zur KJV wurde die Treuenadel in Gold an Peter Henzler aus Fellbach, Günther Schulze aus Backnang und Rolf Ziegler aus Auenwald überreicht. Ziegler gehörte zwölf Jahre der Vorstandschaft an, ist seit drei Jahren stellvertretender Hegeringleiter des HR „Weissacher Tal“, und seit 30 Jahren Mitglied des Prüfungsausschusses.

Die Treuenadel in Silber, für 25 Jahre Zugehörigkeit, wurde überreicht an Hans-Peter Haug aus Althütte, Hans Buchbauer aus Welzheim, Schriftführer Reiner Eblen aus Großerlach, der bereits 18 Jahre der Vorstandschaft angehört und den langjährigen, erfolgreichen Nachsucheführer Peter Wolf aus Aspach.

KJM Stark bedankte sich bei Hegeringleiter Dr. Michael Blaich, dessen Stellvertreter Rolf Ziegler, Erwin Schober und ihren Helfern, welche die Halle festlich geschmückt und ein aufwendiges Diorama mit heimischen Tieren und Pflanzen erstellt hatten. Ebenso dankte er allen anderen Aktiven für Ihre Arbeit im Verein und bei öffentlichen Projekten wie der Aktion „Lernort Natur“ oder den Auftritten der Bläser, die auch die Hauptversammlung mit Jagdhornklängen begleiteten.

Am Sonntag schloss sich, ebenfalls in der Stadthalle Althütte sowie im Außenbereich, die Hegeschau der KJV an. Beim Mittagessen oder Kaffee und Kuchen trafen sich Jäger und Gäste. Besonderen Anklang fanden die vielfältigen Darbietungen der Jagdhornbläser und die Vorstellung verschiedener Jagdgebrauchshunderassen durch Erwin Schober.

Wolfgang Grass (vorne re) mit seinem Welpenkurs


 

 

 

 

 

 

 

 

Jugendobfrau Julia Hönig, die Erwin Schober nach der der Präsentation der Jagdgebrauchshundrassen mit ihrem vielseitigen "Lamue" vorstellte.


 

März 2010

Hauptversammlung 2010


Hauptversammlung der KJV Backnang am Samstag, 27.3.2010

Zur Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung Backnang hatte Kreisjägermeister Werner Stark diesmal in die Gemeindehalle Burgstall eingeladen. Die vom Backnanger Hegeringleiter Volker Andrä und seinen Helfern festlich geschmückte Halle war bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Wildschadensproblematik, Aufbewahrung von Waffen und Munition , Ehrungen und Neuwahl von Vorstandschaft und Obleuten.

KJM Stark begrüßte herzlich die Ehrengäste Burgstettens Bürgermeisterin Frau Irmtraud Wiedersatz und Frau Dagmar Wulfes vom Landratsamt Rems Murr sowie alle anwesenden Jäger/innen und Gäste.

Frau Wiedersatz gab einen kleinen Überblick über die Gemeindestruktur Burgstettens, die von kleinen bis mittleren Betrieben geprägt ist. Auch die ortsansässigen Jäger sind ihrer bürgernahen Gemeindevorsitzenden wohlbekannt. So wurde sie kürzlich beim Joggen von einer Autofahrerin gestoppt. „Da können Sie nicht weiter, oben am Waldrand steht eine Wildsau, die bewegt sich nicht weg.“. Ein Anruf beim ihr bekannten Revierpächter sorgte für Entwarnung. Es handelte sich um „Sau Henry“. Eine Attrappe, die für die Jungjägerausbildung platziert wurde.

Frau Wulfes begrüßt das Engagement der KJV in der Ausbildung künftigen Jäger sehr. Die verantwortungsvolle Ausübung der Jagd sei aus unserer Landschaft nicht wegzudenken. Nachhaltiges Jagen, die Lebensgrundlagen des Wildes erhalten, umfangreiche Schutz- und Pflegemaßnahmen zur rechten Zeit und am rechen Ort würden von Jägern wahrgenommen.

Zur Vermeidung von Schäden durch hohe Schwarzwildbestände sind revierübergreifende Bewegungsjagden erforderlich. Der dafür notwendige Kontakt zwischen Landwirten, Jägern und Forst sei hier sehr gut.

KJM Stark appellierte an Jäger, Landwirte und Jagdgenossenschaften eine Verantwortungsgemeinschaft zur Vermeidung von Schwarzwildschäden zu bilden. Der Wildschaden bleibt momentan in voller Höhe am Pächter hängen obwohl dieser natürlich keinen Einfluss auf Anbau und nur wenig auf Schutzvorrichtungen hat.

Im Jagdjahr 2009/2010 kamen im Bereich der Kreisjägervereinigung 1.812 Rehe, 261 Wildschweine und 850 Füchse zur Strecke. Während sich beim Rehwild zur Vorjahresstrecke nicht viel geändert hatte, nahmen die Zahlen bei Schwarzwild und Füchsen ab.

Zu den Neuregelungen im Waffenrecht konnte Stark feststellen, dass es keine Beanstandungen gibt. Die Jäger kamen selbstverständlich ihren Meldepflichten nach und auch von Seiten der Ordnungsämter wird die Überwachung korrekt gehandhabt. Sollte es hier Fragen oder Probleme geben, bat Werner Stark um sofortige Unterrichtung.

Einer Satzungsänderung sowie einem Versicherungspaket, welches Schriftführer Reiner Eblen näher erläuterte, stimmten die Mitglieder zu.

Stellvertretender KJM und Lehrgangsleiter Konrad Dolder verlieh den erfolgreich geprüften Jungjägern aus dem Jahr 2009 die Jägerbriefe. Die kleine Zeremonie wurde mit dem Jägerschlag besiegelt.

 

 

 

Der im vergangenen Jahr verstorbenen Jagdkameraden wurde zu Beginn der Sitzung mit eine Schweigeminute und einem letzten Gruß gedacht.

Bei den Jagdhornbläsern wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt:

Martin Fahrner (10 Jahre), Erna Vögele, Roland Trautwein, Wolfgang Karpf und Jürgen Krauter (30 Jahre).

Die Treuenadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der KJV wurde verliehen an Hermann Kurz, Gerd Hampel, Wolf-Dieter Laiblin, Erwin Schober, Günter Link und Egon Kübler.

Mit der Treuenadel in Gold wurden geehrt für 40 Jahre: Eugen Dieterich, Roland Wahl und Johann Locher; für 50 Jahre: Ernst Bertsch und Herbert Krauter.

Nach den Tätigkeitsberichten der Obleute und dem Kassenbericht wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Die Wahlen wurden von Ehrenkreisjägermeister Walter Schmitt durchgeführt. Für eine weitere dreijährige Amtsperiode wurden gewählt: Kreisjägermeister Werner Stark, stv. KJM Konrad Dolderer, Schatzmeister Harald Penning, Schriftführer Reiner Eblen. In Ihren Ämtern bestätigt wurden die Beisitzer Ekhard Kittel und FDir Martin Röhrs sowie die bisherigen Obleute: Wolfgang Kara (Schießwesen), Lutz Plasa (Biotop und Hege), Fritz Ebinger (Jagdhornbläser), Eberhard Falk (Hundewesen), Julia Hönig (Jugendarbeit) und Ingrid Wolf (Presseobfrau).

KJM Werner Stark bedankte sich bei allen sehr herzlich und hob hervor, dass nur durch die tatkräftige Mitarbeit der Vorgenannten, der Hegeringleiter, Ausbilder und der jeweiligen Stellvertreter ein erfolgreiches Wirken der Kreisjägervereinigung möglich ist. Er dankte den Jägern, die an Grundschulen und Kindergärten den Jugendlichen die Natur und das heimische Wild nahe bringen. Sein besonderer Dank ging an Wilfried Hönig, der nach 17 Jahren seine Tätigkeit als Jugendobmann beendete und die Aufgabe in die Hände seiner Tochter Julia übergab.

Die Versammlung beschlossen die Backnanger Jagdhornbläser unter Leitung von Fritz Ebinger mit stimmungsvollem Hörnerklang.

März 2010

Hegeschau der KJV Backnang am Sonntag, 28.3.2010

Hegeringleiter Volker Andrä, sein Stellvertreter Dieter Hintersehr und ihre Helfer hatten die Gemeindehalle in Burgstall mit viel Frühlingsgrün geschmückt. Auf der Bühne waren ein kleiner Wald und ein Stück Wiese mit Feuchtbiotop entstanden. Darin fanden sich allerlei heimische Tierarten vom Wildschwein über Reh, Hase und Fuchs bis hin zu Enten und Greifvögeln.

Vor diesem Hintergrund präsentierten die vier Hegeringe und der Forst die Rehwildtrophäen des vergangenen Jagdjahres.

Pünktlich zur Jagdhundvorführung um 14.00 Uhr wich der Regen ein wenig Sonnenschein und zahlreiche Besucher ließen sich von Hundeobmann Eberhard Falk die verschiedenen Hunderassen und ihre Verwendung erklären. Jagd ohne Hund ist undenkbar. So werden die kleinen Rassen wie Terrier und Teckel hauptsächlich für die Baujagd auf Fuchs eingesetzt. Bracken, Schweißhunde und Vorstehhunde zum Aufspüren und Nachsuchen von Wild sowie zum Apportieren. Manche Rasse ist auch sehr vielseitig einsetzbar. So werden z.B. Terrier außer zur Baujagd auch zum Stöbern und vereinzelt für Nachsuchen eingesetzt. Was so ein kleiner Kerl zu leisten vermag, demonstrierte Anja Andrä mit ihrem Jagdterrier. Mühelos apportierte er die sperrige Geweihstange von einem Rothirsch. Während ein weiterer Vertreter der Rasse den scheinbar verlorenen Jagdhut seines Herrn brachte.

In der Halle trafen sich Jäger und Gäste zu Mittagessen oder Kaffee und Kuchen. Einen besonderen Höhepunkt boten dabei die Backnanger Jagdhornbläser. Fritz Ebinger und seine Bläser zeigten einen unterhaltsamen Querschnitt durch ihr Repertoire.

Wer sich über Jagdwaffen informieren wollte oder Lust bekommen hatte, sich fürs Frühjahr neu einzukleiden, wurde im Foyer bei Herrmann Retter und seinem Team fündig. Die Gaildorfer Waffenschmiede ist seit Jahren beständiger Partner bei der Jungjägerausbildung der KJV.

 

Auch Bürgermeisterin Irmtraud Wiedersatz besuchte die Hegeschau. Ihrem Wunsch, die frühlingsgrüne Dekoration noch eine Weile zu belassen, konnten die Jäger leider nicht entsprechen. Am Abend wurde gemeinsam aufgeräumt und es ist zu hoffen, dass auch alle Ameisen, die mit Laub und Moos Einzug hielten, diesmal wieder hinausgefunden haben.

 

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Oktober 2009

Gottesdienst zum Hubertustag


Eine Gottesbegegnung die alles verändert

„Heut isch dr Wald zo ons en d’ Kirch komma!“ sagte ein älterer Mann und betrachtete frohgestimmt die ungewöhnliche Ausschmückung der Kleinaspacher Nicolauskirche.

Während im späten Mittelalter und auch noch danach viele Handwerkszünfte am Namenstag ihres Schutzheiligen zu dessen Ehren Messen abhielten, ist dieser Brauch allmählich ganz verschwunden. Nur die „Zunft“ der Jäger ist dieser Tradition treu geblieben und feiert den Namenstag des Hl. Hubertus mit einem Gottesdienst. Ebenfalls seit dem Mittelalter pflegt man den Brauch, die Kirche mit Utensilien aus Wald und Flur zu schmücken und die Jäger bringen ihre Hörner mit zum Gottesdienst.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine spezielle Liturgie für Parforcehörner. Die Backnanger Jagdhornbläser unter Leitung von Friedrich Ebinger zelebrieren diese mit großem Können. So erfüllten die Klänge der herrlichen „Glocken, „Introitus“, „Kyrie“, „Sanctus“ und „Agnus Dei“ die Kirche.

Nach dem gemeinsamen Einzug, der Begrüßung und dem Gebet ging Kreisjägermeister Werner Stark auf die aktuelle Bedeutung der Hubertuslegende ein.

Als Schutzpatron der Jagd, so Stark, sei Hubertus eine Symbolfigur. Ein Mensch, welcher sich vom rigorosen Jäger zum Heger und Pfleger des Wildes gewandelt habe. Die Hubertuslegende richte sich jedoch nicht nur an die Jägerinnen und Jäger. Schon der Schöpfungsauftrag regle dies mit den Worten: ‚Der Mensch herrsche über Fische, Vögel und alle Tiere der Erde’. So wie der Jäger auf der Pirsch die Spuren und Fährten des Wildes verfolge, so sollten wir alle die Augen offen halten um im Geheimnis und der Schönheit der Natur den Abglanz des Schöpfers zu erkennen. Nur mit Achtung vor jeglicher Kreatur könnten wir in diesem Sinne Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen.

Werner Stark bedankte sich herzlich bei Pfarrer Johannes Meuth, der sich in freundlicher Weise bereit erklärt hatte, den sonntäglichen Gottesdienst mit in die Belange der Jäger zu stellen.

In seiner Predigt ging Pfarrer Meuth auf den Lebensweg des Hubertus und seine wegweisende Begegnung mit Gott ein: Hubertus stammte aus fürstlichem Hause. Früh lernte er die Kunst des Bogenschiessens, erfuhr hohe Anerkennung im Kriegsdienst und führte eine glückliche Ehe. Als seine geliebte Frau starb, stürzte er sich in die Ablenkung, die ihm die gerade in Mode gekommenen Hetzjagden boten. Er war mit seiner Meute an Grausamkeit nicht zu überbieten, jagte sogar an Sonn- und Feiertagen. Es soll ein Karfreitag gewesen sein, als seine Hunde einen kapitalen Hirsch aufspürten. Der Hirsch flüchtete jedoch nicht, sondern blieb ruhig stehen. Zwischen den Geweihstangen nahm Hubertus ein golden strahlendes Kreuz wahr. Hubertus erschrak zutiefst, kniete nieder und hörte die Stimme Gottes. Er erkannte in dessen Worten seinen neuen Lebensauftrag. Er legte seinen Grafentitel ab, zog sich lange Zeit zurück und stellte fortan all seine Energie unter Gottes Herrschaft, bedacht auf das Heilende und Helfende.

Auch wir jagen vielen Dingen nach. Erfolg, Hobbys, Geld, Glück, Gesundheit, Jagderfolg. Verantwortungsvolles umsichtiges Wirken und Werken, ohne auf den eigenen Nutzen bedacht zu sein, hieße den Weg Gottes zu gehen, so Pfarrer Meuth. Hegen heißt, auf aufmerksame, behutsame Weise zu schützen und zu bewahren wo es nötig ist. Mit Eifer und ganzem Herzen dahinter her sein, eingebunden in die Gemeinschaft, in Gottes Miteinander.

Nach dem abschließenden Hubertusmarsch und dem Jagdsignal „Auf Wiedersehen“ wurde den Bläsern mit begeistertem Applaus gedankt.

In der nahen Hardtwaldhalle fanden sich anschließend die meisten Gottesdienstbesucher zum traditionellen Schüsseltrieb ein. Küchenchef Thomas Kube war auf das Beste vorbereitet und servierte neben schwäbischen Spezialitäten auch einen exquisiten Wildbraten mit Spätzle und Preiselbeerbirne.

Fritz Ebinger und seine Jagdhornbläser ernteten großes Lob. Sie gaben auch in der Halle noch einige Kostproben ihres Könnens und übernahmen zusammen mit ihren Partnern/innen das Aufräumen in der zuvor von Ihnen geschmückten Halle.



April 2009

Hauptversammlung mit Hegeschau 25. u. 26. 4. 2009 in Murrhardt

Kreisjägermeister Werner Stark konnte zahlreiche Mitglieder der Jägervereinigung Backnang zur diesjährigen Hauptversammlung in Murrhardt begrüßen. Auf der Tagesordnung standen die starke Vermehrung der Wildschweine, die Abschaffung der Jagdsteuer, Wahlen und Ehrungen.

In seinem Grußwort hob Bürgermeister Dr. Gerhard Strobel die hervorragende Jagdhundausbildung in der KJV hervor. „Ohne Hund bleibt die Sau im Verhau“ reimte der ehemalige Förster, wünschte den Anwesenden viel Anblick und bat beherzt und mit Verstand die Schwarzwildbejagung fortzuführen.

Wie schon sein Vorredner betonte auch Klaus Muggele, Vorsitzender des Bauernverbands Schwäbisch Hall - Hohenlohe Rems eV, dass nur ein gemeinsames Vorgehen von Jägern und Landwirten geeignet ist, die steigenden Schwarzwildbestände in Schach zu halten. Gegenseitige Schuldzuweisungen seien Fehl am Platz.

Forstdirektor Martin Röhrs, vom LRA Rems Murr, plädierte für großangelegte revierübergreifende Drückjagden, wie zuletzt im Fischbachtal erfolgreich durchgeführt. Nach Wegfall der Jagdsteuer wurde von den KJV’en im Gegenzug die freiwillige Beseitigung von Fallwild durch die Jäger zugesagt. Röhrs wird sich dafür einsetzen, dass dies durch klare Regelungen vereinfacht wird. Kreisjagdamt, Polizei, Straßenbehörde und die KJV’en sind hier involviert. Eine Arbeitsgruppe soll ein Faltblatt mit praktischen Hinweisen erarbeiten um effektives Handeln zu erreichen.

Bürgermeister Christoph Jäger, Vorsitzender des Tierschutzvereins Backnang u. Umgebung eV, überraschte mit seiner klaren Positionierung. Jäger sprach sich für ein vertrauensvolles Verhältnis von Tierschutzverein und Jägern aus. Man anerkenne das Engagement der Jäger in Hege und Pflege als praktizierten Tierschutz. Er distanzierte sich ausdrücklich von Chaoten, welche im Namen des Tierschutzes Hochsitze umsägen. Praktiken mancher Tierheime, die Herausgabe von Jagdhunden an ihre Besitzer zu verweigern, werden im Tierheim Erlach nicht vorkommen. Schwarze Schafe gebe es leider auf beiden Seiten, hier gelte es zu differenzieren um zum Wohle der Tiere zusammen zu arbeiten. Im Bezug auf Jagdhunde habe sich der direkte Kontakt zwischen Tierheim und Hundeobmann Eberhard Falk bereits bewährt.

Nach den Grußworten von Landtagsabgeordnetem Wilfried Klenk und Dr. Stefan Betz vom Veterinäramt Rems Murr gab Frau Dr. Silke Johannknecht vom LRA einen kurzen Überblick über Wildtierkrankheiten.

Auf den 33.000 Ha Fläche der KJV Backnang kamen im letzten Jagdjahr 1.739 Rehe, 355 Wildschweine und 986 Füchse zur Strecke. Die Ergebnisse liegen somit etwas über denen des Vorjahres. Stark beanstandete, dass Wildschaden im Wald sowie auf Äckern und Wiesen voll zulasten der Jäger geht. Er bat hier Bauernverband und Jagdgenossenschaften sich Gedanken über faire Regelungen zu machen. Gleichzeitig rief er die Jäger dazu auf, bei den nicht mehr ersatzpflichtigen Schäden auf Streuobstwiesen die Landwirte nicht allein stehen zu lassen.

Der KJM konnte bei derzeit 338 Mitgliedern auf die stolze Zahl von 31 Neuzugängen im Jagdjahr 2008/09 verweisen. Er bedankte sich bei allen Hegeringleitern, Obleuten und Jungjägerausbildern sowie deren Stellvertretern für die hervorragende geleistete Arbeit. Besonderer Dank ging an HRL Sascha Willkomm und seine Helfer für die Organisation. Ebenso an den stell.v. KJM Konrad Dolderer und dessen Frau Vroni, die für die Jagdscheinanwärter ein erfolgreiches Zwischenprüfungswochenende auf dem Eschelhof organisiert hatten. Sieben Anwärter haben die letzte Jägerprüfung mit Erfolg bestanden und wurden von Lehrgangsleiter Konrad Dolderer mittels „Jägerschlag“ in die Gemeinschaft aufgenommen.

Die zehn Jagdscheinanwärter des aktuellen Ausbildungslehrgangs stecken derzeit mitten in den Prüfungen, ihnen wünschte Stark gutes Gelingen.

 

 

Schriftführerin Gabriele Oesterle war von ihrem Amt aus persönlichen Gründen zurückgetreten und wurde von KJM Stark mit einem herzlichen Dankeschön und Blumen verabschiedet. Als Nachfolger wurde Reiner Eblen aus Großerlach gewählt. Erich Beck und Manfred Föll wurden wieder zu Kassenprüfern gewählt.

 

Die vom LJV bestätigten Nachsucheführer Andreas Brod und Peter Wolf stehen mit ihren inzwischen elf bzw. zwölf Jahre alten Schweißhunden nicht mehr zur Verfügung. Für jahrelangen engagierten Einsatz erhielten beide eine sogenannte „Saufeder“ überreicht. Sie diente früher dazu, wehrhafte Wildschweine ohne Gefährdung der stellenden Hunde schnell zu erlegen. Heute wird er nur noch selten eingesetzt.

Holger Staita und Dieter Haag wurden für zehnjährige Mitgliedschaft bei den Jagdhornbläsern ausgezeichnet. Die Treuenadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft in der KJV erhielten Hans-Peter Andrä (Backnang), Rüdiger Bayer, Fritz Ebinger (Aspach), Wolfgang Götz (Weissach) und Rudolf Kübler (Murrhardt). Die Treuenadel in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft ging an Otto Häfner aus Murrhardt.

 

In der Feierstunde gedachten die Jäger auch der im vergangenen Jahr verstorbenen Jagdkameraden. Mit ‚Jagd vorbei’ und ‚Halali’ erklang ein letzter Gruß.

Nach den Tätigkeitsberichten von Eberhard Falk (Jagdhundewesen), Fritz Ebinger (Jagdhornbläser), Wolfgang Kara (jagdliches Schiessen), Wilfried Hönig (Jugendarbeit), Julia Hönig (AG Junge Jäger) und Dr. Lutz Plasa (Biotoppflege) folgten der Bericht des Schatzmeisters Harald Penning und der Kassenprüfer Erich Beck und Manfred Föll. Anschließend beantragte EKJM Walter Schmitt die Entlastung des Vorstands, der einstimmig stattgegeben wurde.

Den Wanderpokal für das beste Ergebnis beim Frühjahrsschießen errang der Hegering Murrhardt mit den Schützen Sascha Willkomm, Luis Willkomm, Dieter Blattert und Armin Schweizer.

Bester Einzelschütze war Sascha Willkomm vor den punktgleichen Frank Staita und Thorsten Stark.

 

Begleitet wurde die Veranstaltung von den Backnanger Jagdhornbläsern, unter der bewährten Stabführung von Fritz Ebinger. Die Musiker können auf ein aktives Jahr mit mehr als 80 Übungsabenden und 30 Auftritten zurückblicken. Vorwiegend auf Geburtstagen, Beerdigungen aber auch bei Hochzeiten oder Firmeneinweihungen waren die 26 Bläser mit Jagd-, ES- oder Alphörnern präsent.

Am Sonntag schloss sich die öffentliche Hegeschau mit der Vorstellung von verschiedenen Jagdhundrassen an.

Dazu gab es von Hundeobmann Eberhard Falk auch allerlei Wissenswertes über den ältesten Partner des Jägers zu erfahren. Eindrucksvoll demonstrierten Vierläufer aller Größen vom quirligen kleinen Jagdterrier bis zu den großen Vorstehhunden, wie Deutsch Drahthaar oder Weimaraner, ihr Können.

 

Im Foyer der Festhalle offerierte die Firma Retter aus Gaildorf einen kleinen Ausschnitt ihres Angebotes für Jagd und Freizeit.

Hegeringleiter Sascha Willkomm und seine Helfer hatten die Neue Festhalle mit Frühlingsgrün geschmückt und ein interessantes Diorama mit heimischen Wildarten aufgebaut. Die ausgestellten Trophäen gaben einen Überblick über den Jagderfolg des vergangenen Jahres.


November 2008

Hubertusmesse 2008 in Murrhardt

Prächtig gefärbtes herbstliches Laub und immergrüne Tannen schmückten am Sonntag die kath. Kirche St. Maria in Murrhardt. Pfarrer Andreas Krause begrüßte seine Gemeindemitglieder und zahlreiche Jägerinnen und Jäger zur festlichen Hubertusmesse.

Der Überlieferung nach war der Edelmann Hubertus ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger. Eines Tages jagte er einen prächtigen Hirsch. Als er ihn gestellt hatte, sah er zwischen den Geweihstangen das heilige Kreuz aufleuchten. Hubertus habe sein Knie gebeugt und eine tiefgreifende Läuterung vollzogen. Fortan habe er nur noch das eine Ziel verfolgt, Gott und den Menschen zu dienen. Er wurde Mönch und später Bischof von Lüttich (700- 723 n. Chr.).




Kreisjägermeister Werner Stark dankte dem Hausherrn, Pfarrer Krause, für seine Gastfreundschaft an diesem besonderen Tag. Manch einer, so Stark, erliegt dem Irrtum, der Sinn der Hubertuslegende bestünde in dem Appell: hört doch auf zu Jagen! Doch als Gott dem Menschen seine Schöpfung anvertraute, erlaubte er ihm auch den Nutzen, also das Ernten und somit auch das Erlegen des Wildes. In der Legende wird nicht die Jagd als solche verteufelt sondern die gottwidrige Einstellung des Hubertus. Doch der hört den Ruf, wendet sich demütig an den Schöpfer und Bewahrer der Welt und bittet ihn um Hilfe und Weisung. Hubertus erkennt in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und verwendet sich künftig hegend und pflegend für sie. Nicht maßlos sondern ehrfürchtig oder – anders formuliert – waidgerecht jagen, so lautet die Botschaft.

Damit Hubertus zu dieser Erkenntnis gelangen konnte, so Pfarrer Krause, bedurfte es einer inneren Reinigung. Diese Reinigung sei dem Hubertus geschehen. Fortan widmete er sich der Christianisierung der Bevölkerung in den Ardennen, galt als Gott besonders nahestehend und wirksam bei Fürbitten. Jäger, Bischoff und Heiliger; über Hubertus können auch heute viele Gläubige eine Verbindung zu Gott finden. Er ist nicht nur Patron der Jäger, sondern auch der Drechsler, Gießer, Kürschner, Metzger und Optiker. Den anwesenden Jägern wünschte Pfarrer Krause, dass sie sich dafür einsetzen, das Gleichgewicht in der Natur zu erhalten und wiederherzustellen.

Musikalisch gestaltet wurde die Messe von den Jagdhorn-Bläsern und den Parforcehorn-Bläsern Backnang unter Leitung von Friedrich Ebinger. Das Jagdsignal „Begrüßung“ eröffnete die eindrucksvolle musikalische Darbietung. Es folgten „Kyrie“, „Gloria“, „Sanctus“ und „Agnus Die“ aus der „Grande Messe de Saint Hubert“, den Abschluss bildeten der „Hubertusmarsch“ und das Jagdsignal „Auf Wiedersehen“.

Für die Organisation dankte KJM Stark dem Murrhardter Hegeringleiter Sascha Willkomm und seinen Helfern. Sie luden im Anschluss an den Gottesdienst zum Schüsseltreiben in die Stadthalle ein. Dort servierten die Landfrauen Sonntagsbraten, Kaffee und Kuchen. Für Unterhaltung sorgten die Jagdhornbläser und das „Reichenberger Burg Duo“ Otto Haag und Theo Heitkämper.


April 2008

Jahreshauptversammlung mit Hegeschau 2008

Bläser eröffnen die Hauptversammlung

Heinz Österle wird zum Jäger geschlagen

Thorsten Stark übernimmt den HR-Pokal für Sulzbach Murr

Frank Staita erhält die Ehrenscheibe

Dank an EKJM Walter Schmitt

Der Welpenkurs

Die Teilnehmer des VGP-Kurses

Eberhard Falk stellt die Jagdhundrassen vor

Nachsuchegespanne


Ansteigende Schwarzwildbestände und die skurrile Jagdsteuer waren Themenschwerpunkte der Hauptversammlung der Backnanger Jägerschaft.

Am Samstag, den 12.4.08 trafen sich die Jäger des Altkreises Backnang in der Festhalle in Sulzbach Murr. Die Jagdhornbläser, unter der bewährten Stabführung von Fritz Ebinger, eröffneten die Veranstaltung. Kreisjägermeister Werner Stark konnte als Gäste den Hausherrn, Herrn Bürgermeister Dieter Zahn, die Leiterin des Kreisjagdamtes, Frau Forsträtin Dagmar Wulfes, den Vorsitzenden des Kreisbauernverbands, Herrn Jürgen Ziegler und Bezirksjägermeister Jürgen Sokolowski willkommen heißen.

Die Jagdsteuer ist ein unikales Produkt unserer deutschen Abgabenvielfalt. Der Jäger zahlt eine Steuer von bis zu 15% auf die Ausübung des Jagdrechts (Pacht und andere Ausgaben) an die Gemeinde. Dies, obwohl andere Freizeitaktivitäten wie Fischen, Reiten und Fliegen keineswegs besteuert werden.

KJM Werner Stark wird sich zusammen mit den benachbarten Kreisjägervereinigungen entschieden für die Abschaffung dieser diskriminierenden Steuer einsetzen. Zum einen steht der Ertrag der Abgabe in keinem Verhältnis zum Verwaltungsaufwand. Zum anderen werden sich die Jäger überlegen müssen, ob sie weiterhin freiwillig und kostenlos Aufgaben der Gemeinden bzw. Landkreise wahrnehmen werden. Sollten die Jäger z.B. künftig kein Unfallwild mehr beseitigen, müsste dies von den zuständigen Trägern der Straßenbaulast erfolgen und die dadurch entstehenden Kosten würden die Einnahmen aus der Jagdsteuer deutlich übersteigen. Bayern hat die unsinnige Steuer bereits abgeschafft. Ministerpräsident Günter Öttinger hat dies in Aussicht gestellt, eindeutige Signale der Landesregierung stehen jedoch noch immer aus.

KJM Werner Stark, Bürgermeister Dieter Zahn und Jürgen Ziegler vom Bauernverband waren sich darin einig, dass die Reduzierung der Schwarzwildbestände ein gemeinsames Ziel darstellt.
Die Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen werden in der Regel über die Jagdpachtverträge den Jägern auferlegt. Dadurch wird es immer schwieriger, manch schadensträchtiges Revier zu verpachten. Früher wurden diese Kosten geteilt Doch nicht mit gegenseitigen Schuldzuweisungen, sondern nur durch gemeinsames Bemühungen kann man den intelligenten Schwarzkitteln beikommen.
Der Vorschlag von Jürgen Ziegler, Bauern zum Beispiel als Treiber zu Drückjagden einzuladen, um Verbundenheit und Verständnis zu fördern, ist sicher ein Schritt in die zutreffende Richtung. Die Bejagung sollte durch revierübergreifende Drückjagden zusammen mit dem Forst optimiert werden.

In seinem Grußwort betonte BM Dieter Zahn die Funktion der Jäger als Naturschützer. Jagd trage zu Artenschutz und Erhaltung der Kultur bei.

BJM Jürgen Sokolowski berichtete über die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit des Landesjagdverbands. So ist zum Beispiel das Wildkochbuch mit 80 ausgewählten Rezepten und Informationen über heimisches Wild und regionalen Wein bestens gelungen.

KJM Stark informierte über den Landesjägertag 2007 und die Aktivitäten der Hegeringe. Insbesondere den HR Sulzbach Murr hob er als beispielhaft hervor und ermunterte die anderen Hegeringe zu ähnlichen Aktivitäten. In der KJV Backnang wurde unter anderem ein gemeinsames Biotop-Projekt mit dem Nabu-Ortsverein Aspach definiert. Es soll der Beginn einer gedeihlichen Zusammenarbeit sein.

Einem alten Brauch zufolge wurde der einzige Jungjäger des vergangenen Jahres, Herr Heinz Österle, mittels Jägerschlag vom stellv. KJM Konrad Dolderer in die Jägerschaft aufgenommen.
Während im 18. Jahrhundert der Jägerbursche von seinem Lehrprinzen nach dreijähriger Lehrzeit mittels wohlgesetzten Worten, einer letzten Ohrfeige und Überreichen des Hirschfängers feierlich verabschiedet wurde, war dies Auflegen des Saufängers auf die Schulter doch ein eher zivilisatorisches Zeremoniell.

Nach den Tätigkeitsberichten von Eberhard Falk (Jagdhundewesen), Fritz Ebinger (Jagdhornbläser), Wolfgang Kara (jagdliches Schiessen), Wilfried Hönig (Jugendarbeit), Julia Hönig (AG Junge Jäger) und Dr. Lutz Plasa (Biotoppflege) folgten der Bericht des Schatzmeisters Harald Penning und der Kassenprüfer Erich Beck und Manfred Föll. Die Entlastung des Vorstands wurde einstimmig erteilt.

In der Feierstunde gedachten die Jäger der im vergangenen Jahr verstorbenen Jagdkameraden. Mit ‚Jagd vorbei’ und ‚Halali’ erklang ein letzter Gruß.

Mit der Treuenadel in Gold wurden Gustav Elser, Murrhardt, Dr. Joachim Kemke, Sulzbach, Jürgen Reusch, Backnang, Karl Sack, Murrhardt und Erich Zeeb, Murrhardt für 50 Jahre, Erich Hartmann, Backnang, Georg Seitz, Schorndorf, Helmut Schif, Auenwald, Kurt Scharpf, Aspach, Erwin Stickel, Aspach, Helmut Uebele, Backnang und Rudolf Weber, Auenwald für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Die Treuenadel in Silber erhielten Manfred Föll, Backnang, Ingrid Götz-Haardt, Worms, Michael Kugler, Murrhardt, Siegfried Lutz, Althütte und Ralf Merkle, Backnang.


Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft bei den Jagdhornbläsern wurden Karl Pfitzenmaier und Erich Hartmann ausgezeichnet. Für 20 Jahre Eberhard Reichert, weiterhin Annegret Grün, Dietmar Grün, Jürgen Dunaytschik und Fritz Bogner für 10 Jahre Mitgliedschaft.
KJM Stark würdigte das Wirken der Jagdhornbläser, die das Ansehen der KJV in besonderem Maße in der Öffentlichkeit repräsentieren.

Ehrenkreisjägermeister Walter Schmitt gab nach 46 Jahren sein Amt als Lehrgangsleiter der Jungjägerkurse ab. KJM Stark würdigte ihn für sein unermüdliches Wirken. Walter Schmitt hat es auf seine ganz besondere Art verstanden, den angehenden Jägern neben all den Gesetzen auch das Wesen der Jagd nahe zu bringen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Seine Nachfolge wird der stellv. KJM Konrad Dolderer antreten.

Stark’s Dank ging auch an Erich Beck, der sich nach 25 Jahren aus seinem Amt als Fachprüfer im Jägerprüfungsausschuss zurück zog. Sein Nachfolger ist Hans Werle aus Sulzbach.

Am Sonntag fand die Hegeschau statt, bei die Jäger die Trophäen des vergangenen Jagdjahres zeigten.
Diese öffentliche Präsentation dient dazu, über die körperliche Verfassung des Wildes und die strukturelle Entwicklung der Wildbestände zu informieren und ist ein öffentlicher Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit in den Revieren. So geben Stärke der Schädelknochen und des Geweihs Aufschluss über die Verfassung des erlegten Rehbocks, über das Gebiss lässt sich das Alter bestimmen.

Im vergangenen Jagdjahr, welches vom 1.4.2007 bis 31.3.2008 gerechnet wird, wurden 314 Wildschweine, 1619 Rehe und 967 Füchse erlegt.
Bemerkenswert ist die Anzahl der erjagten Füchse. Hier wird deutlich, dass die Jäger einen beachtenswerten Beitrag zum Schutz bedrohter Arten wie Hasen und Bodenbrütern leisten. Im Gegensatz zum Wildbret von Sau und Reh lässt sich der Fuchs nicht vermarkten. Sehr wohl ist er zunehmend eine Gefahr für Menschen, da er den kleinen Fuchsbandwurm verbreitet.

Anlässlich der Hegeschau am Sonntag wurden verschiedene Jagdhundrassen vorgestellt. Dazu gab es von Hundeobmann Eberhard Falk auch allerlei Wissenswertes über den ältesten Partner des Jägers zu erfahren. Falk stellte den Welpenkurs von Wolfgang Grass, die Teilnehmer seines laufenden VGP-Kurses und die vom LJV bestätigten Nachsuchengespanne vor. Diese Jäger führen Schweißhunde, mit denen verunfalltes oder angeschossenes Wild nachgesucht und schnellstmöglich erlegt wird. Es handelt sich um Hunde speziell herausgezüchtete Rassen, die sich für diese Aufgabe in jahrelanger Arbeit prädestiniert haben.

Ergänzt wurde die Hegeschau durch Präsentationen der Firma Retter aus Gaildorf, die schon seit vielen Jahren in der Jungjägerausbildung der KJV tätig ist. Jagdwaffen, Kleidung und allerlei sinnvolle Ausrüstungsgegenstände wurden präsentiert.  

Für die Organisation des Jägertages und die Präsentation der öffentlichen Hegeschau am Sonntag bedankte sich Werner Stark bei Hegeringleiter Uwe Birkendorff und seinen Helfern vom HR Sulzbach Murr. Sie stellten in einem eindrucksvollen Diorama die heimische Tier- und Pflanzenwelt dar und sorgten durch Ausschmückung der Halle und perfekte Orgaisation für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Die Heimatfreunde Bartenbach Schleißweiler tischten köstliche Gerichte, wie z.B. Wildschweinbraten sowie Kaffee und Kuchen auf und kümmerten sich aufs Beste um das leibliche Wohl der Besucher.

 



November 2007

Gottesdienst zum Hubertustag 2007

Foto: Andrea Wahl

Der Wald zog mit bunten Blättern und grünen Zweigen in die herbstlich geschmückte Ulrichskirche in Sulzbach Murr ein. Fürst-Pless Hörner sowie Parforcehörner ES bildeten unter Leitung von Friedrich Ebinger die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes zur Hubertusfeier. Die Bläser eröffneten vor dem Altar mit "Introitus" und "Kyrie" den feierlichen Gottesdienst.

KJM Werner Stark begrüßte die Anwesenden und dankte Pfarrer Eberhardt Kleinmann, dass er für die Belange der Jäger Verständnis zeige. Sein Dank galt außerdem dem Sulzbacher HRLeiter Uwe Birkendorff und den zahlreichen Helfern für die Organisation und die Ausschmückung der Kirche.

Stark erklärte die Besonderheit des Hubertustages für die Jäger. Es sei ein Tag des Nachdenkens über unser Verhalten, der Jagd-Ethik und der Achtung vor den Kreaturen. Die Jäger stehen für Bewahrung und Schutz der Natur.
Der Kreisjägermeister ging auch auf die Legende von Hubertus ein, dem Schutzpatron der Jagd. Er ist eine Symbolfigur der Jäger, in welcher sich der rigorose Jäger und zuletzt der Heger und Pfleger des Wildes hervorgetan hat. Die Achtung der Tiere und der Natur ist für uns Jäger oberstes Gebot und die Verpflichtung zu waidgerechtem Jagen, dem Schutz der Natur und der Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts.
Der echte Jäger ist der Verbündete der Natur, der seine Abhängigkeit erkennt und nur mit ihr leben kann.
Schon der Schöpfungsauftrag regelt das Waidwerk mit den Worten: „Der Mensch herrsche über Fische, Vögel und alle Tiere der Erde“. Das Herrschaftsrecht, so Stark, ist sogleich Herrschaftspflicht mit einem hohen Maße an Verantwortung auch im Dienste der menschlichen Gemeinschaft.

Während des Gottesdienstes spielte die Backnanger Jagdhornbläsergruppe "Gloria" und "Sanctus" sowie zum Abendmahl "Agnus Dei".
Der Mensch, so Pfarrer Kleinmann, lebt mitten in und auf Kosten der Natur. Jeder Schritt greift ins Gefüge der Natur ein.
Kleinmann zitierte einen Satz Oswald Spenglers: ‚der Mensch ist ein Raubtier’. Aber er nimmt eine Sonderstellung ein. Nur der Mensch stellt eine Waffe her. Er hat die Freiheit sie zu nutzen oder in die Ecke zu stellen und damit die Verantwortung für das, was er tut oder auch nicht tut. Verzicht auf die Jagd habe im durch und durch vom Menschen gestalteten Mitteleuropa unvorhersehbare Auswirkungen auf das Leben in unseren Wäldern.
Das Zusammenkommen am Hubertustag in der Kirche zeige, dass Jäger hier Verantwortung übernehmen.
Mit dem Hubertusmarsch beendeten die ES-Horn-Bläser den Gottesdienst und zogen unter den B-Hornklängen "Auf Wiedersehn" aus der Kirche.

Der Saal in der Gaststätte "Eisenbahn" fasste kaum den Andrang zum anschließenden Schüsseltreiben. Familie Blind hatte ein köstliches Buffet vorbereitet und sorgte für eine hervorragende Bewirtung.

weitere Bilder beim Hegering Sulzbach Murr
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Juli 2007

Ehrung durch Oberbürgermeister Dr. Nopper

24 verdiente aktive Ehrenamtliche standen Mitte Juli im Rampenlicht. Bei einem Empfang in der Villa Breuninger dankte Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper den engagierten 8 Frauen und 17 Männern von 11 Vereinen für ihren unentgeltlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit. Geehrt wurden in diesem feierlichen Rahmen auch Wilfried Hönig und Wolfgang Kara von der KJV Backnang.

In seiner Ansprache zitierte der OB das Gedicht: "Nur kein Ehrenamt", das Wilhelm Busch -in diesem Jahr wäre er 175 Jahre alt geworden- zugeschrieben wird. "Willst Du froh und glücklich leben/lass kein Ehrenamt dir geben/Willst du nicht zu früh ins Grab/lehne jedes Amt gleich ab!" "Ich widerspreche einem Jubilar höchst ungern", so Nopper, "aber in diesem Fall muss ich es." Das Ehrenamt sei für die Allgemeinheit von unschätzbarem Wert und sei in der Regel auch für die Engagierten selbst sehr bereichernd.

(aus der BKZ v. 16.7.07, F. Muhl)

 


Hauptversammlung 2007

TOP 1 Begrüßung
Am Samstag, den 24.3.07 trafen sich die Jäger des Altkreises Backnang in der Auenwaldhalle in Auenwald-Unterbrüden zur Hauptversammlung.
Nach der Begrüßung durch die Backnanger Jagdhornbläser unter der bewährten Stabführung von Fritz Ebinger hieß Kreisjägermeister Jürgen Reusch alle Anwesenden herzlich willkommen.

Für die Organisation des Jägertages und die Präsentation der öffentlichen Hegeschau am Sonntag bedankte er sich bei Hegeringleiter Dr. Michael Blaich und seinen Helfern vom HR Weissacher Tal. Ein kleines Präsent überreichte er Erwin Schober für seinen Einsatz insbesondere bei der Gestaltung des großartigen Dioramas.


 


TOP 2 Totenehrung
Die Jäger gedachten der im vergangenen Jahr verstorbenen Jagdkameraden Friedrich Bauer, Grosserlach, Alfred Fritz, Murrhardt, Ulrich Heinle, Althütte und Hermann Seiter, Auenwald. Mit ‚Jagd vorbei’ und ‚Halali’ erklang ein letzter Gruß.


TOP 3 Ehrungen

Mit der Treuenadel in Gold wurden Ekhard Kittel für 50 Jahre und Tilmann Müller für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Die Treuenadel in Silber erhielten Alfred Staita, Johann Schön, Silvia Schmerer, Andreas Hofmann, Bernhard Fritz und Gerhard Zagatta.
Für zehn Jahre Mitgliedschaft bei den Jagdhornbläsern wurde Karin Reichert aus Rietenau ausgezeichnet.

 

Eine der wenigen Jagdhornbläserinnen:
Karin Reichert

 

 

TOP 4 Grußworte
Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt.

Bürgermeister Karl Ostfalk stellte seine Gemeinde vor. Er verwies auf die große Bedeutung, die Natur und Umweltschutz in unserer Gesellschaft haben. Land- und Forstwirschaft leisteten ebenso wie die Jäger einen großen Beitrag für den Umweltschutz. Das verantwortliche Wirken der Jäger zeige sich zum Beispiel bei ihrem Engagement in Kindergärten und Schulen, oder auch der Flurputzete. Auch das Jägerfest in Däfern sei eine prima Sache, die zum guten Verhältnis zwischen Jägern, Grundbesitzern und der Verwaltung beitrage. Mit einer Anekdote wünschte er den Anwesenden guten Anblick und Waidmannsheil.

 

 

Dass Jäger verantwortungsvoll die Natur nutzen und schützen, würdigte auch MdL Wilfried Klenk: Leistungen in Biotop- und Landschaftspflege entlasten die Gemeinden und helfen Steuergelder zu sparen. Die Jagd, als Kulturgut so alt wie die Menschheit, diente ehemals zum Nahrungserwerb und sei heute ein wichtiger Teil unseres Ökomanagements.
Zum leidigen Thema Jagdsteuer konnte er leider nichts Neues sagen. Ministerpräsident Öttinger befürworte die Abschaffung dieser Steuer, deren Verwaltungsaufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag stehe. Jedoch seien die Land- und Stadtkreise hierzu mittelfristig nicht bereit.

 

 

Jürgen Ziegler, Vorsitzender des Kreisbauernverbands, lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern. Die durch Schwarzwild verursachten Schäden seien ein großes Problem. Hier könnte die Kooperation sicher noch intensiviert werden. Er sei jederzeit gerne gesprächsbereit.


Die Spende anlässlich der Hubertusmesse 2006 wurde an Ruth Merz, Leiterin der Diakonischen Bezirksstelle Backnang übergeben. Frau Merz stellte in ihrer Dankesrede die vielfältige Arbeit der Diakonie vor. Hubertus habe in seinem Schmerz um den frühen Tod der geliebten Frau Hilfe gesucht. Ablenkung fand er in der Jagd, wurde gläubig und schließlich selbst einer der anderen zum Glauben verhalf. Hilfe zum Leben, in alltäglichen Konfliktlagen, bei großen und kleinen Problemen, materiell und durch Zuhören und Beraten: das bietet die „Bezirksstelle Diakonie Am Kalten Wasser“ in Backnang.

Vom Landratsamt Rems Murr begrüßte Jürgen Reusch Frau Forsträtin Wulfes und Frau Reber für den Geschäftsbereich Forst sowie Frau Dr. Vollrath und Frau Dr. Johannknecht vom Geschäftsbereich Verbraucherschutz u. tierärztlicher Dienst.

TOP 5 Bericht des KJM
KJM Reusch berichtete über den Landesjägertag 2006 in Ulm (näheres hierzu im Jäger oder Homepage LJV) und eine geplante Teilsanierung der Schießanlage in Allmersbach am Weinberg. Geplant sei die gemeinsame Sanierung der 100 m Bahnen. Die Schießanlage in Neckarweihingen werde für längere Zeit wegen Umbauarbeiten geschlossen bleiben. Es sei daher angedacht, den betroffenen Jägern der KJV Ludwigsburg das Schießen in Allmersbach zu ermöglichen.

Jürgen Reusch lobte die bravourösen Leistungen der Jagdhornbläser. Die Gruppe um Fritz Ebinger leiste hervorragende Öffentlichkeitsarbeit und sei das Aushängeschild der KJV. So war die Hubertusmesse am 11. November 2006 dank der großartigen Leistung der Jagdhornbläser und einer sehr humorvollen Predigt von Pfarrer Dr. Ingo Sperl ein großer Erfolg. Einzig am Nachwuchs mangele es den Bläsern etwas. Die 26 Aktiven, darunter drei Frauen, würden sich über Verstärkung freuen.

Mit dem Thema Jungjägerprüfung habe man sich nachhaltig beschäftig. Leider sei es nicht gelungen einen Kurs anzubieten. Dieses Themas müsse sich die neu zu wählende Vorstandschaft dringend annehmen.

TOP 6 Tätigkeitsberichte der Obleute
Nach den Tätigkeitsberichten von Eberhard Falk (Jagdhundewesen), Fritz Ebinger (Jagdhornbläser), Wolfgang Kara (jagdliches Schiessen) und Wilfried Hönig (Jugendarbeit) folgten der Bericht des Schatzmeisters Harald Penning und der Kassenprüfer Erich Beck und Manfred Föll.

(Tätigkeitsberichte der Obleute finden sich im jeweiligen Bereich ab ca. Freitag, 30.3.!)

TOP 7 Kassenbericht / Kassenprüfung / Entlastung des Vorstands

Harald Penning stellte die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres sehr übersichtlich grafisch dar.
Er bat noch einmal dringend darum, die wenigen Mitglieder, die noch nicht am Abbuchungsverfahren teilnehmen, ihre Zahlungen ebenfalls umzustellen. Die Einwilligung zur Abbuchung kann jederzeit wiederrufen werden und birgt keine Gefahren, der Betrag kann im Zweifelsfall über die Bank zurückgefordert werden! Das ist nicht einmal bei einer eigenhändigen Überweisung möglich.
Des weiteren wies er darauf hin, ihm eine geänderte Bankverbindung umgehend mitzuteilen. Durch zurückgewiesene Abbuchen entstehen Unkosten in Höhe von fast 10 % des Beitrages!

Die Kasse war von Erich Beck und Manfred Föll geprüft worden, welche dem Schatzmeister hohes Lob zollten: es sei großartig, einen fachlich so qualifizierten Mann für dieses Amt zu haben!

Erich Beck beantragte die Entlastung des Vorstands, der einstimmig stattgegeben wurde.

TOP 8 Haushaltspan 2007/2008, Mitgliedsbeitrag
Danach stellte Harald Penning den Haushaltsplan fürs kommende Jahr vor. Von den geplanten Einnahmen in Höhe von 34.100.-- € geht ein gutes Drittel an die Spitzenverbände und Organisationen. Neben einer Erhöhung der Rücklagen wird das restliche Geld für die laufenden Vereinsausgaben verwendet. Der Beitrag für die 342 Mitglieder (Stand 2007) bleibt mit 85.-- € unverändert.
Zusätzliche Einnahmen durch Spenden wären natürlich jederzeit willkommen!

TOP 9 Referat von Fr. Dr. Vollrath, LRA Rems Murr über neue gesetzliche Vorschriften im Berich Wildbretvermarktung

Frau Dr. Vollrath gab einen Ausblick auf die neuen Vorschriften zur Abgabe und Vermarktung von erlegtem Wild. Durch das 2006 in Kraft getretene Europäische Hygienerecht kommen auch auf die Jäger einige Änderungen zu.

Die EU-Verordnung ist zwar bereits in Kraft getreten, an der Umsetzung durch die deutschen Behörden fehlt es jedoch noch. Hieran wird natürlich gearbeitet und wir können nur hoffen, dass es zu praktikablen Lösungen kommt.

Die Basisverordnung der EU gilt nicht für den häuslichen Gebrauch, hier ändert sich praktisch nichts. Bei Verwendung im eigenen Haushalt ist nach wie vor keine Registrierung erforderlich (Primärproduktion).

Abgabe in der Decke: Auch hier ist keine Registrierung des Jägers erforderlich bei geringer Menge (Strecke eines Jagdtages) und Abgabe an Gaststätten, Wildhandel, registrierte Metzger.

Folgt nach dem Erlegen und Aufbrechen das aus der Decke schlagen und Zerlegen, wird der Jäger zum Lebensmittelunternehmer! Eine Gewinnabsicht ist hier nicht maßgeblich.
Als Lebensmittelunternehmer unterliegt er der Registrierung. Das bedeutet: Name, Tätigkeit und Örtlichkeit an der man die Tätigkeit ausführt sind dem LRA zu melden.
Meldeformulare sind über die Kreisjagdämter erhältlich
Das Zerlegen und Verarbeiten erfordert ebenfalls Registrierung und Buchführung. Die roten Organe sind der Fleischbeschau zuzuführen! (Ausnahme: Fleischbeschau roter Organe erfolgt durch 'kundigen Jäger').

Es ist vorgesehen, dass der LJV Schulungen zum 'kundigen Jäger' anbietet. Zu hoffen bleibt, dass die Bürokratie sich in Grenzen hält. So ist zum Beispiel die Registrierung im Fall der Jäger eigentlich überflüssig. Das wäre schließlich eine Doppelerfassung!

Derzeit (Stand Anfang Mai 2007) liegen noch keine abschließenden deutschen Verordnungen vor.


TOP 10 Anträge
Ein Vorschlag zur Änderung der Schonzeit für Rehkitze wird an den LJV weitergereicht.

TOP 11 Neuwahlen zum Vorstand
Schon seit Monaten waren die anstehenden Vorstandswahlen Thema in der Jägerschaft. Kreisjägermeister Jürgen Reusch hatte das Amt vor drei Jahren vom jetzigen Ehrenkreisjägermeister Walter Schmitt übernommen. Reusch kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Sein Stellvertreter, Forstdirektor Martin Röhrs, stand ebenfalls nicht mehr zur Wahl. Bei ihm waren berufliche Veränderungen ausschlaggebend. In die Suche nach zwei Kandidaten flossen gar Überlegungen ein, die KJV Backnang aufzulösen und sich einer benachbarten Organisation anzuschließen. Hier regte sich jedoch heftiger Widerstand innerhalb der Jägerschaft. Nun konnte KJM Reusch zu seiner großen Freude zwei qualifizierte Kandidaten präsentieren.
v.l.: Harald Penning, Werner Stark, Gabriele Oesterle und Konrad Dolderer
Foto: Andrea Wahl

EhrenKJM Walter Schmitt, langjähriger Kommunalpolitiker, führte souverän und humorvoll die Wahl durch. Einstimmig wurden Werner Stark aus Grosserlach zum Kreisjägermeister und Konrad Dolderer aus Backnang als Stellvertreter gewählt. Schriftführerin Gabriele Österle und Schatzmeister Harald Penning wurden ohne Gegenstimme wiedergewählt. Erich Beck und Manfred Föll amtieren weiterhin als Kassenprüfer.
Dr. Lutz Plasa konnte als Obmann für die Biotophege gewonnen werden. Als Mitglieder des Hauptausschusses wurden in ihrem Amt bestätigt: Wolfgang Kara (Jagdliches Schiessen), Wilfried und Julia Hönig (Jugendarbeit) sowie Ingrid Wolf (Öffentlichkeitsarbeit). Als Beisitzer fungieren Ekhard Kittel und FDir Martin Röhrs.

Der neue gewählte KJM Werner Stark ist seit drei Jahren Hegeringleiter in Sulzbach /Murr. Auf familiären Rückhalt kann der 57jährige Geschäftsführer zählen, sind doch Ehefrau und einer der beiden Söhne ebenfalls Jäger. Er dankte Jürgen Reusch für die geleistete Arbeit und das Versprechen, ihn die ersten einhundert Tage im neuen Amt zu begleiten. Sein Dank ging auch an Martin Röhrs für die bisherige Arbeit und seine Zusage, künftig als forstlicher Beisitzer zu fungieren.



Der scheidende Kreisjägermeister Jürgen Reusch bedankte sich bei den Mitgliedern von Vorstandschaft und erweitertem Hauptausschuss für die engagierte Mitarbeit und bei allen Anwesenden herzlich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und dafür, dass sie ihn vor drei Jahren zum Kreisjägermeister wählten. Es sei für ihn eine große Freude gewesen und gerne hätte er diese Aufgabe weiter erfüllt. Doch die Gesundheit, ein hohes Gut, gehe vor, und so folge er dem Rat seines Arztes, künftig kürzer zu treten.
Er schloss wie gewohnt mit einem kleinen humorigen Gedicht. Wir werden's vermissen!

 

 

Hegeschau am Sonntag, 25.3.07

Anlässlich der Hegeschau am Sonntag wurden verschiedene Jagdhundrassen vorgestellt. Dazu gab es von Hundeobmann Eberhard Falk auch allerlei Wissenswertes über den wichtigsten Partner des Jägers zu erfahren.

Die Backnanger Jagdhornbläser unter Leitung von Fritz Ebinger präsentierten einen Querschnitt durch ihr Repertoire und bewiesen so eindrucksvoll die Vielseitigkeit der Jagdmusik.


Selbstverständlich zeigten die Jäger auch die Trophäen des vergangenen Jagdjahres, die vom interessierten und fachkundigen Publikum genau begutachtet wurden und manch anerkennenden Blick ernteten. Sie boten auch mannigfaltigen Gesprächsstoff. Traf man doch manches Mal den jeweiligen Erleger an, der eine Begebenheit zu dieser oder jener Trophäe zu erzählen hatte.



 

Die Firma Retter aus Gaildorf, schon seit vielen Jahren in der Jungjägerausbildung der KJV tätig, präsentierte bei der Hegeschau Jagdwaffen, Kleidung und allerlei sinnvolle Ausrüstungsgegenstände.

 

 


Die Bewirtung erfolgte dieses Jahr an beiden Tagen durch den Skiclub Oberbrüden, der die Gäste von Hauptversammlung und Hegeschau aufs Beste bewirtete.


Dezember 2006

Nußknackermarkt Sulzbach siehe Hegering Sulzbach Murr


November 2006

VGP Kurs 2006   siehe Jagdhundewesen


 

 



 

 

 

 

 

 

 

November 2006

Gottesdienst zur Hubertusfeier

Die Kreisjägervereinigung Backnang und Pfarrer Dr. Ingo Sperl haben am Samstag zu einem Gottesdienst in die Peterskirche nach Oberbrüden eingeladen. Anlass war der Festtag des Heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger. Viele Jäger aus dem Altkreis Rems Murr und interessierte Gemeindemitglieder feierten einen ganz besonderen Gottesdienst. Das Gotteshaus war mit buntem Herbstlaub geschmückt und der Klang von Fürst-Pless-Hörnern und Parforcehörnern in ES erfüllte die Kirche.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Sperl wandte Kreisjägermeister Jürgen Reusch sich an die Gemeinde. Er zitierte den berühmten Jagd- und Naturmaler Rien Poortvliet: wenn ich jagen darf, so will ich versuchen, das ehrfürchtig zu tun. Heilige, so Reusch, sind für viele Gläubige Leitbilder und so ist der heilige Hubertus vielen Jägern auch heute noch Vorbild. Vorbild darin, bei der Jagd ehrfürchtig und maßvoll, kurzum waidgerecht zu sein. Jedes Stück Wild ist Teil der Schöpfung Gottes und jeder Jäger sollte sich hüten, Lust am Töten aufkommen zu lassen, unbeschadet aller Freude an der Jagd. Die Hubertuslegende trägt dem Jäger, über den Auftrag zur Hege des Wildes hinaus, auch auf, die Natur insgesamt zu schützen und zu erhalten.

Die Vorbildfunktion des Hubertus betonte auch Pfarrer Sperl in seiner Predigt. Der besonders ausgeprägte Heiligenkult ist nicht Sache der evangelischen Kirche. So ist es zunächst auch ungewöhnlich, dass ein evangelischer Geistlicher über den Heiligen Hubertus spricht. Darin, bestimmte Menschen als Vorbilder zu betrachten und sich daran zu freuen wie sie gelebt haben, stimmen jedoch beide Konfessionen überein.

Hubertus, geboren um 655 n. Chr., ein junger Edelmann, verlor früh seine Frau bei der Geburt eines Sohnes. In seinem Schmerz suchte er Ablenkung bei der Jagd. Gottes Gebot missachtend jagte er sogar an einem Feiertag. Dabei soll ihm ein Hirsch mit einem strahlenden Kreuz im Geweih erschienen sein. Sieben Jahren brachte er nach diesem Schlüsselerlebnis als Einsiedler zu. Gottes guter Schöpfung, der Natur, sehr nahe. Er begriff, dass Jagd mehr war, als die Lust mit der er gejagt hatte. Er erkannte die besondere Verantwortung, die er für das ihm anvertraute Wild hatte. Zum Christentum bekehrt, wurde er ein engagierter Bischof. So konnte er zum Schutzpatron der Jäger werden . Zum Vorbild. Einer der beides vereinen konnte, die Ehrfurcht vor dem Leben und den Gottesdienst.

Petrus, nach dem die Peterskirche heißt, war ein Mensch von besonderem Temperament. Einerseits treuer Gefährte seines Herrn. Voll Eifer und Tatendrang wollte er es seinem Meister recht machen. Er war mutig und aufrichtig. Doch er hatte auch Angst, verleugnete Jesus und weinte schrecklich. Vielleicht kann er darin Vorbild sein, dass er beides zeigt und nicht unterdrückt. Ein richtiger Mann, der beides kennt, den Mut, die Treue und den Tatendrang, aber auch Angst, Feigheit und Kleinmut.

Wir alle müssen lernen, wie wir mit der Schöpfung und dem uns anvertrauten Können umgehen.

Die Jagd hat ihren Platz in der Geschichte und in der Gegenwart der Menschheit. Aber der Anspruch Gottes zieht sich durch die ganze Bibel. Er heißt: Mach dir die Erde untertan, sei für sie verantwortlich und sorge für sie. Hege sie gut.

Petrus und Hubertus haben Verantwortung übernommen, wir können sie als Vorbilder annehmen und übertragen in unser Leben.

Einen würdigen Rahmen für die eindrucksvolle Predigt schuf die Parforcehornbläsergruppe der KJV Backnang unter Leitung von Friedrich Ebinger. Die liturgischen Musikstücke, wie SANCTUS HYMNE AN HUBERTUS oder AGNUS DIE, auf Blasinstrumenten ohne Ventile zu spielen, zeugt von großem musikalischem Können und war ein besonderes Erlebnis für die Zuhörer.

Das Opfer anlässlich der Hubertusfeier ist für die Diakonische Bezirksstelle Backnang bestimmt, deren Mitarbeiterinnen Menschen in schwierigen Lebenssituationen beistehen. Diese engagierte, menschliche und kompetente Hilfe ist eine unverzichtbare Ergänzung des staatlichen sozialen Netzes. Da der Bezirksstelle dieses Jahr die gesamten staatlichen Zuschüsse gestrichen wurden ist Hilfe dringend erforderlich.

Mit einem verschmitzten Lächeln nutzte Pfarrer Sperl die Gelegenheit sich mit den zahlreichen Besuchern gleich für den Gottesdienst in genau einem Jahr zu verabreden. Am Sonntag, den 11.11.07 finden nämlich Kirchenwahlen statt.

Doch zunächst luden er und KJM Reusch zum „Schüsseltreiben“ ins Gemeindehaus ein. Dieses war, wie schon die Kirche, vom Hegering Weissacher Tal jagdlich geschmückt und bald bis auf den letzten Platz besetzt. Mit Jagdmusik, Liedern und angeregter Unterhaltung fand der Abend einen schönen Abschluss.

Den konnte auch der während des Gottesdienstes an der Außenseite der Kirche heimlich angebrachter Flyer eines Jagdgegners nicht stören. Die Beleidigungen des anonymen Schreibers sollten Kirche und Jäger treffen. Ein seltsames Unterfangen: hasserfüllte Worte, keine Bereitschaft zum Dialog, der Sinn dieser Botschaft bleibt im Dunkeln.


April 2006

Jahreshauptversammlung mit Hegeschau

Die Jahreshauptversammlung der Kreisjäger-vereinigung Backnang in der Hardtwaldhalle Kleinaspach wurde traditionell durch die Jagdhornbläser eröffnet.
Kreisjägermeister Jürgen Reusch konnte zahlreiche Mitglieder sowie die Ehrengäste Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner, Fritz Benignus, Dr. Stephan Betz, Frau Forsträtin Wulfes und Frau Reber von der Forstbehörde sowie Frau Stolp-Schmidt vom Backnanger Hospiz begrüßen. Ehrenkreisjägermeister Walter Schmitt war erkrankt und konnte daher, wie auch OFR Martin Röhrs, leider nicht an der Versammlung teilnehmen.
Volker Andrä und die Mitglieder des Hegerings Backnang hatten die Hardtwaldhalle stimmungsvoll geschmückt und auf der Bühne ein beeindruckendes Diorama gestaltet.

Ehrungen und Überreichung der Jungjägerbriefe

Die Anwesenden gedachten der seit der letzten Hauptversammlung verstorbenen Jagdfreunde. Die Jagdhornbläser bliesen „Jagd vorbei“ und „Halali“.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder durch Kreisjägermeister Jürgen Reusch und die Verleihung der Jägerbriefe.
Mit der Treuenadel in Silber wurden ausgezeichnet: Werner Frank, Isidor Kaltenmaier, Karl Sack und Birgit Sauer. Die Treuenadel in Gold für 40-jährige Mitgliedschaft wurde an Kurt Eisenmann, Erich Beck, Harald Hägele, Alfred Müller, Karl Pfitzenmaier, Rudolf Pilz, Otto Schäfer und Fritz Zwerweck verliehen. Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Werner Bergmüller, Heinz Butsch, Hans Gross, Rolf Auktor, Horst Eblen und Walter Stein eine goldene Treuenadel.

Den letzten Jungjägerlehrgang der KJV Backnang haben Udo Bausch, Norbert Böse, Gabriele Hübner, Michael Schütt, Wolfgang Rohde, Konrad Zurmühl und Christoph Zurmühl erfolgreich abgeschlossen. Sie konnten aus der Hand von KJM Reusch ihren Jägerbrief in Empfang nehmen.

Grußworte
Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner lobte in seinem Grußwort das gute Verhältnis zwischen Gemeinde und Jägerschaft. Er freue sich immer wieder die Jäger hier begrüßen zu dürfen, auch wenn er deren Sprache manchmal nicht so ganz verstehe. Er hob die gelungene Ausschmückung der Halle mit dem beeindruckenden Diorama hervor, jedoch nicht ohne mit einem Schmunzeln anzumerken, dass sich durch die naturgetreue Ausgestaltung der letzten Hegeschau noch Tage später eine Ameisenstraße durch den Raum zog.

Der scheidende Kreisbauernverbandsvorsitzende Fritz Benignus betonte, dass Jägerschaft und Landwirtschaft zusammen gehören und bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank ging an die Backnanger Jagdhornbläser, welche den Kreisbauerntag musikalisch umrahmt hatten.

Berichte und Vorträge
In seinem Jahresbericht erinnerte KJM Reusch an die vom Backnanger Hegeringleiter Volker Andrä und seiner Mannschaft vorbildlich organisierte Hubertusmesse. Die Jagdhornbläser wurden dabei ihrer Rolle als Aushängeschild der Jägerschaft mit einer eindrucksvollen Präsentation mehr als gerecht. Es war ihm deshalb ein besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, dass die Bläser dringend Nachwuchs aus den Reihen der Jägerschaft oder anderer Interessierter suchen.
Weiterhin berichtete er vom Landesjägertag in Ulm, den Bemühungen der KJV künftig einen Kompaktkurs für Jungjäger anzubieten und einer Vielzahl weiterer Aktivitäten der Jägerschaft.

Jürgen Reusch bedankte sich bei den Mitgliedern von Vorstandschaft und Hauptausschuss für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und bei Hegeringleiter Volker Andrä und dem Hegering Backnang für die Organisation von Hauptversammlung und Hegeschau.

Dr. Betz, Leiter des Veterinäramtes im Geschäftsbereich Verbraucherschutz und tierärztlicher Dienst des Landratsamtes Rems-Murr, referierte u.a. über wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe. Bislang wurden in unserem Bereich 130 Proben abgegeben, alle waren H5N1 negativ. Auch die Zusammenarbeit bei der Abgabe der Kontrollfüchse sei sehr gut. Dr. Betz wies darauf hin, an die Probenentnahme nach den neuen Richtlinien beim Schwarzwild zu denken.

Die Obleute Fritz Ebinger (Jagdhornbläser), Eberhard Falk (Jagdhundewesen) und Wolfgang Kara (Schießwesen), erstatteten ihre Tätigkeitsberichte.

Auf eine solide finanzielle Situation des Vereins konnte Schatzmeister Harald Penning verweisen. Die beiden Kassenprüfer bestätigten ihm eine hervorragende Kassenführung. Einstimmig wurde die Vorstandschaft entlastet.

Mitgliedsbeitrag
Der Jahresbeitrag wird ab 2007 um 10.-- € erhöht und beträgt dann 85.-- €. Damit werden lediglich die Beitragserhöhungen des DJV/LJV weitergegeben. Da die Verbände unverzichtbare Arbeit für die Jägerschaft leisten wurde die Erhöhung mehrheitlich angenommen, wenn auch einzelne Mitglieder mehr Transparenz im Bezug auf die Verwendung des anhäuften Vermögens ihres LJV vermissen.

Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Beiträge vom Schatzmeister im Lastschriftverfahren eingezogen werden sollten. Alles andere verursacht erhebliche Arbeit und Kosten. Wer noch nicht am Einzugsverfahren teilnimmt, sollte seine Zustimmung hierzu erteilen. Das Formular bekommt man bei Schatzmeister Harald Penning (Tel. 07191-979850) oder auf unserer Homepage.

Frühjahrsschießen
Der beim Frühjahrsschießen in der Vorwoche hart umkämpfte Pokal wurde von Wolfgang Kara an den Hegering Sulzbach überreicht. Auf den Plätzen folgten die Hegeringe Backnang, Murrhardt und Weissach im Tal. Preise erhielten auch die besten Einzelschützen: Frank Staita, Hans-Peter Andrä, Holger Staita, Christian Lämmle und Michael Wieland. Mit einem präzisen Schuss konnte sich Holger Staita zudem die Ehrenscheibe sichern.

Spende aus Hubertusmesse
KJM Reusch konnte der Hospizreferentin Susanne Stolp-Schmidt einen Scheck in Höhe von 320.--€ übergeben. Die Spende war bei der Hubertusfeier der Jäger im November gesammelt worden. Frau Stolp-Schmidt bedankte sich herzlich und vermittelte den Anwesenden einen kleinen Einblick in ihre Tätigkeit beim Hospiz Backnang, welches Schwerkranke, Sterbende und Angehörige in der letzten Lebensphase begleitet.

Der Abend klang beim gemütlichen Zusammensein aus.

Hegeschau am Sonntag
Die Hegeschau war am Sonntag auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Während zur Mittagessenszeit der Besuch noch etwas spärlich war, füllte sich die Halle im Laufe des Nachmittags. Jagdhornklänge unterhielten die Besucher, die aufs Beste verköstigt wurden. Herrmann Retter aus Gaildorf, Schießausbilder unserer Jungjäger, präsentierte im Foyer praktische Jagdausrüstung.

Die Jäger konnten auch Backnangs Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und seine Familie begrüßen. Gudrun Nopper, die sich im Bereich frühkindlicher Erziehung engagiert, vermochte erst kürzlich Ehrenkreisjägermeister Walter Schmitt und Beisitzer Ekhard Kittel als sachverständige Helfer für ihre Tätigkeit zu gewinnen.

Ein besonderes Schmankerl bot sich den Gästen, als die Jagdhornbläser ihre imposanten, 3,60 m langen Alphörner enthüllten. Die gewaltige Klangfülle der Holzblasinstrumente kam in der großen Halle voll zur Entfaltung.


 

April 2006

Frühjahrsschiessen  siehe Jagdl. Schiessen


 


 
Ende November 2005

Weihnachtsmarkt in Backnang

Der von Wilfried Hönig und seinen Helfern aufgebaute Stand fand großen Anklang. Es gab heiße Wildknacker und Glühpunsch für die Besucher. Wer Appetit auf mehr hatte, konnte sich aus einem reichhaltigen Sortiment an Wildwürsten, -Pasteten und -Schinken etwas passendes aussuchen oder Bezugsquellen für heimisches Wildbret erfragen. Infotafeln vermittelten Wissenswertes zum Thema Wild. Doch viele Käufer fragten direkt bei den Jägern hinter der Theke nach und wurden fachkundig beraten.


 

 


Ausschnitt aus einem Werk
von Albrecht Dürer

 

 

 

                            Foto: Erwin Schober

Glückwünsche zu Erne Vögeles
75. Geburtstag

 
5.11.2005

Hubertusmesse                             

Die Kreisjägervereinigung Backnang hatte zur Hubertusmesse mit anschließendem Schüsseltreiben nach Burgstall eingeladen. Anlass war der nahe Namenstag des Schutzpatrons, an dem traditionell Dankgottesdienste stattfinden.

Die vom Hegering I jagdlich geschmückte katholische Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Begrüßung durch die Backnanger Jagdhornbläser unter Leitung von Fritz Ebinger begrüßte Kreisjägermeister Jürgen Reusch die Kirchenbesucher und rief die Legende des Schutzpatrons der Jäger in Erinnerung. Als junger Edelmann war Hubertus von Lüttich ein leidenschaftlicher und ausschweifender Jäger, vor dessen Armbrust kein Tier des Waldes sicher war. Als er nach mörderischer Pirsch, selbst fast zu Tode erschöpft, einen kapitalen Hirsch stellte und ihm der Augenblick gekommen schien, ihn zu erlegen, erblickte er auf dem von himmlischen Licht umflossenen Haupt, vom prächtigen Geweih des edlen Tieres umrahmt, ein eindringlich strahlendes, mahnendes Kreuz. Auf die Knie sinkend entfiel ihm die tödliche Waffe und erstmals erkannte er im gehetzten Wild ein Geschöpf Gottes und es zu hegen und zu pflegen, erschien ihm plötzlich vornehmste Pflicht. Von Stund an änderte er sein wildes Leben, wurde ein vorbildlicher Waidmann und als gottgefälliger Priester sogar ein Heiliger.

In seiner Predigt bezog sich Pfarrer Hartmut Günther auf die Geschichte von Rebekka und Isaak und ihren beiden so ungleichen Söhnen. Esau, ein starker und wilder Jäger, Jakob der mitfühlende sanfte Hirte. Beide Seiten sind gegenwärtig, das eine gibt es nicht ohne das andere.
Die Hubertuslegende lehrt uns, der Schöpfung in Ehrfurcht zu gedenken und mit der Natur im Einklang zu leben, sie im Gleichgewicht zu halten.

Begleitet wurde die Messe von der neuen Parforcehornbläsergruppe der Kreisjägervereinigung. Die eindrucksvolle Darbietung der in Es gestimmten Parforcehörner bildete einen würdigen Rahmen. Die Blasinstrumente werden ohne Ventile geblasen, der Ton wird nur durch die Formung des Mundes erzeugt, was höchste Konzentration beim Musizieren erfordert.

Das anschließende „Schüsseltreiben“ fand im ebenfalls jagdlich geschmückten Florianhaus statt. Dank der hervorragenden Organisation des Hegerings I und den Darbietungen der Jagdhornbläser war es ein gelungener Abschluss. Für Erne Vögele war es gleichzeitig eine besondere Geburtstagsfeier. Sie konnte Ihren 75. im Kreis vieler Freunde und Bekannter feiern.


 



Foto: Andrea Wahl   

 
Ende Oktober 2005 

Bundesverdienstkreuz              
für Ehrenkreisjägermeister
Walter Schmitt

Eine besondere Ehrung wurde unserem langjährigen KJM und seit 2004 EKJM Walter Schmitt zuteil. Er erhielt Ende Oktober das Bundesverdienstkreuz am Bande. Bei der Verleihung würdigte Backnangs OB Frank Nopper ihn als einen der ganz großen verdienstvollen Kommunalpolitiker der Nachkriegszeit. Während Walter Schmitt lange Jahre als Erster Bürgermeister der Stadt Backnang wirkte, setzte er sich in Amt und Freizeit stets mit ganzer Kraft für das Gemeinwohl ein. Dazu gehört für den engagierten Jäger seine Tätigkeit als KJM/EKJM und Leiter der Jungjägerausbildung ebenso wie sein Wirken im Tier- und Naturschutz. Typisch seine Reaktion auf die Nachricht: „I hätt au ohne g’lebt, aber I entzieh mi dem Orda net.“


 

   Foto: E. Layher

 
Mitte Oktober 2005 

Wildbretwerbewoche

Mitte Oktober informierte der Geschäftsbereich Forst des LRA Rems Murr in Waiblingen über heimisches Wildfleisch. Es gab Infos zu Erwerb und Zubereitung. Am Probierstand durften geräucherte Wurst und Schinken gekostet werden. OFR Martin Röhrs konnte u.a. Landrat Johannes Fuchs begrüßen, der sich lobend über die hohe Qualität des von einheimischen Jägern angebotenen Wildbrets äußerte. Die Backnanger Jagdhornbläser begleiteten die Eröffnungsfeier.


       
       
       
       

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